pferde­osteo­pathie


was, wann und warum

Osteopathie für Mensch und Pferd – Lisa Kullmann Hamburg

"Eine kraftvolle Haltung – ein kraftvoller Körper. Aus dem Schwung, den du ihm mitteilst, erfolgt die Leichtigkeit – erfolgt das Schweben."

 

L. Kullmann


‣ pferde­osteo­pathie

Die Osteopathie gegründet von Andrew Taylor Still (1874) steht für ein ganzheitliches Behandlungskonzept von „mind, matter and motion“. Der Körper besteht aus vielen Systemen. Die optimale Funktion jedes Systems hängt von der guten Funktion aller anderen Systeme ab. 

 

Kommen Körper, Geist und Seele des sanften und sensiblen Wesen Pferd aus der Balance können Krankheit entstehen. 

  • es kann zu Blockaden des knöchernen Systems kommen
  • Muskuläre Dysbalancen und Verspannungen können entstehen
  • Viscerale Dysfunktion – Probleme in Organsystemen wie zum Beispiel im Verdauungstrakt, dem Atemsystem oder den Entgiftungsorganen 
  • Myofasziale Spannung 

Die Aufgabe des Osteopathen ist es, die Gesundheit zu finden“

 

A.T. Still


‣ die 4 Prinzipien der pferde­osteo­pathie

  1. „Die Interaktion zwischen Struktur und Funktion.“
    Die Osteopathie unterscheidet zwischen Körperstrukturen – Knochen, Muskeln, Organen – und Körperfunktionen – Durchblutung, Verdauung, Informationsweiterleitung und -verarbeitung. Struktur und Funktion beeinflussen sich gegenseitig und müssen daher stets gemeinsam betrachtet werden.

  2.  „Den Körper als Einheit betrachten.“
    Alles im Körper ist miteinander verbunden und kann einander beeinflussen – positiv und negativ. Osteopathie möchte das Positive stimulieren und das Negative reduzieren.

  3. „Die Regeln des Gefäßsystems“
    Für das optimale Funktionieren des Körpers ist ein guter Transport von Nährstoffen, Sauerstoff und Abfallprodukten notwendig. Gelenke, Organe und Zellen können nur gut funktionieren, wenn ihre Flüssigkeitszufuhr optimal funktioniert. Diese versorgt und reinigt sie. Sollte die Zufuhr gehemmt sein, werden Organe geschwächt, in ihrer Funktion gestört und können zum Infektionsherd werden.
    Die Struktur bestimmt also die Funktion, die Funktion stimuliert den Fluss der Körperflüssigkeiten, die Flüssigkeiten versorgen das Organ und das Organ reguliert die Struktur.

  4. „Die Selbstheilung und Selbstregulierung des Körpers.“
    Aufgrund von chronischen Überlastungen (mechanisch, chemisch, emotional, energetisch) werden die Selbstheilungskräfte des Körpers reduziert. Die Osteopathie „aktiviert diese auf verschiedenen Ebenen, sodass der Körper wieder lernt, sich selbst zu heilen“.

‣ wann und warum pferde­osteo­pathie?

Nach dem Grundgedanken der Osteopathie „Leben ist nur durch Bewegung möglich – Leben ist Bewegung – Bewegung ist Leben“ kommt eine Behandlung in Frage, wenn es zu Bewegungsstörungen der verschiedenen Körpergeweben kommt.

  • Steifheit der Wirbelsäule und Extremitäten 
  • abnormer Muskeltonus
  • Lahmheiten
  • Verhaltensänderungen beim Reiten, longieren, auf der Weide, im täglichen Umgang
  • Leistungstief
  • verändertes Fress- und Trinkverhalten
  • Schmerzanzeichen 
  • nach einem Sturz
  • Festliegen in der Box
  • nach dem Abfohlen
  • Rosseprobleme
  • Hengstverhalten
  • Aufnahmestörung 
  • vor dem Einreiten
  • schnellstmöglich nach einer Verletzung, um die Genesung optimal zu unterstützen
  • regelmäßige Kontrolle zur Prävention, um Krankheiten vorzubeugen